Wie bleibt die Schweiz im internationalen Handel erfolgreich?

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Wie bleibt die Schweiz im internationalen Handel erfolgreich?

Dieser Frage widmete sich der Wirtschaftsdialog der EVP Schweiz, der am 10. September am Flughafen Zürich stattfand. EVP-Nationalrat Nik Gugger, Staatssekretärin Helene Budliger (SECO) und weitere Wirtschaftsgäste diskutierten über Freihandel, Regulierung und Verantwortung.

EVP-Nationalrat Nik Gugger begrüsste die Teilnehmenden mit einer Einschätzung der Lage: Geopolitische Unsicherheiten und zunehmende Polarisierung fordern die Schweiz in der Zusammenarbeit mit ihren Handelspartnern und in der Aushandlung neuer Freihandelsabkommen stärker heraus. Er erwähnte insbesondere die veränderte Ausgangslage im Verhältnis mit den USA, die Beziehungen zur wichtigsten Handelspartnerin der Schweiz, der EU, und die Erschliessung neuer Märkte in Asien und im Mercosur-Raum.

Handelspolitik im Wandel

In ihrer Keynote gab Staatssekretärin Helene Budliger (SECO) Einblick in die Schweizer Handelspolitik und die Bedeutung neuer Freihandelsabkommen. Zuoberst auf der Agenda stehen die Beziehungen mit der EU; nach langjährigen Verhandlungen wird das Paket Schweiz-EU derzeit in den Kommissionen und im Parlament beraten. Mit den USA konnte eine Vereinbarung mit Zöllen von 15 % ausgehandelt werden. Als weiteren Punkt auf der Liste erwähnte die Staatssekretärin die Modernisierung des Abkommens mit China.

Perspektiven aus der Praxis bei der Podiumsdiskussion

Lukas Brosi, CEO der Flughafen Zürich AG, erläuterte in einem Kurzreferat die volkswirtschaftliche Bedeutung des Flughafens und sein Auslandgeschäft. Bei der anschliessenden Podiumsdiskussion plädierte er für mehr Dialog zwischen Wirtschaft und Politik und für weniger innerschweizerische Regulierung. International tätige Unternehmen müssten ohnehin schon viele Vorgaben erfüllen. Santosh Ritter, VISA-Länderverantwortlicher für die Schweiz, sprach sich für eine sinnvolle Regulierung aus: Ohne funktionierenden internationalen Zahlungsverkehr gebe es keinen Freihandel. Claudio Minder, CEO von kybun Joya, erläuterte, was aus seiner Sicht Schweizer Qualität ausmacht und den Produktionsstandort Schweiz vom Ausland unterscheidet. 

Die Gäste diskutierten zudem über das Verhältnis von Politik und Unternehmertum, die Herausforderungen, mit denen KMU konfrontiert sind, und die Frage, wie Unternehmen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen können.

Die Haltung der EVP

Für die EVP ist klar: Die Schweiz braucht gute Handelsbeziehungen im In- und Ausland. Dafür braucht es den Dialog zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und eine Wirtschaftspolitik, die wirtschaftliche Interessen und soziale Verantwortung zusammenbringt. Freier Handel soll auf allen Seiten Perspektiven und Hoffnung schaffen.

Hinter den Kulissen des Flughafens

Bei einer Rundfahrt am Nachmittag erhielten die Teilnehmenden einen eindrücklichen Blick hinter die Kulissen des Flughafens Zürich, der nicht nur aus Terminals und Landepisten besteht, sondern auch Wartungshallen, Postverteilzentren, ein Naturschutzgebiet und vieles mehr umfasst.