Die EVP Freiburg spricht sich für einen Mindestlohn von 4’000 Franken aus

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Die EVP Freiburg spricht sich für einen Mindestlohn von 4’000 Franken aus

Nach Prüfung der Argumente der Befürworter und Gegner ruft die EVP die Bevölkerung dazu auf, für einen Mindestlohn von 4’000 Franken im Kanton Freiburg zu stimmen und damit die Zahl der erwerbstätigen Armen im Kanton zu reduzieren.

Die Freiburger Evangelische Volkspartei ist der Meinung, dass es unwürdig ist, Vollzeit zu arbeiten und dennoch nicht über die Runden zu kommen. Für die EVP FR ist ein Mindestlohn von 4'000 Franken brutto pro Monat in Freiburg weit mehr als eine soziale Massnahme; es handelt sich um eine notwendige wirtschaftliche und ethische Intervention, um Würde zu gewährleisten, Arbeit aufzuwerten und die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Für die 6'000 betroffenen Personen bedeutet diese Schwelle den Übergang von prekären Verhältnissen zu einem angemessenen Lebensunterhalt. Um sich des Problems bewusst zu werden, muss man bedenken, dass der Lohn nach Abzug der Abgaben bei etwa 3'600 Franken liegt. Die Gegner halten diesen Betrag für einen komfortablen Lohn. Eine alleinstehende Person in der Stadt Freiburg muss durchschnittlich 1’300 bis 1’500 Franken für eine bescheidene Miete und 350 bis 450 Franken für ihre Krankenkassenprämie aufwenden. Ihr bleiben also nur etwa 1'650 bis 2'050 Franken für Steuern, Lebensmittel, Transport, Kleidung und Freizeit. Dieser Betrag ist das absolute Minimum, um nicht auf zusätzliche Leistungen des Staates angewiesen zu sein, der sich nicht in einer idealen finanziellen Lage befindet. Durch die Verringerung der Abhängigkeit von Sozialleistungen und die Verbesserung der finanziellen Situation der Haushalte ermöglicht die Initiative dem Staat Freiburg langfristige Einsparungen. Der Mindestlohn ist nicht, wie der Grosse Rat und der Staatsrat behaupten, eine Einschränkung oder ein Hindernis für die berufliche Bildung, sondern im Gegenteil eine Bestätigung derselben und ermutigt somit die junge Generation, eine Ausbildung zu absolvieren.
Letztendlich ist der Mindestlohn eine Unterstützung für die lokale Wirtschaft, da die Begünstigten dieses Geld in lokalen Geschäften ausgeben.
Die geografische Unterschiedlichkeit der Freiburger Bevölkerung ist kein Kriterium, um einen Mindestlohn abzulehnen, da die Stadtbewohner mehr für ihre Miete ausgeben, während die Landbewohner mehr für ihre Fahrtkosten ausgeben.
Die Freiburger Evangelische Volkspartei ruft die Bürger des Kantons dazu auf, für den Mindestlohn zu stimmen.

 

© Photo: canva.com