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Die EVP politisiert differenziert

Der Prä­sident der Frei­bur­ger EVP nimmt Stel­lung zum Arti­kel «Implo­sion einer Par­tei» in den Frei­bur­ger Nachrich­ten vom 2. Mai 2018.

Stel­lun­gnahme zum Arti­kel «Implo­sion einer Par­tei» in den Frei­bur­ger Nachrich­ten vom 2. Mai 2018:

Wir von der frei­bur­gi­schen EVP bedauern es sehr, dass die klei­nen Par­teien der­zeit akute per­so­nelle Pro­bleme haben, auch uns geht es dies­bezü­glich nicht bes­ser. Wir betrach­ten die Arbeit von klei­ne­ren Par­teien – neben derje­ni­gen der EDU zum Bei­spiel auch dieje­nige der Grü­nen und der Mitte Links-CSP – als wert­voll, weil sie wich­tige The­men beset­zen, die in den Dis­kur­sen und Ten­den­zen der Gross­par­teien manch­mal unter­zu­ge­hen dro­hen.

Klar­zus­tel­len bezü­glich der Posi­tio­nen der EVP Frei­burg ist, dass sie nicht links-liberal poli­ti­siert, wie in den Frei­bur­ger Nachrich­ten vom 2. Mai im Arti­kel zur EDU zwei­mal unprä­zis behaup­tet wird, son­dern dif­fe­ren­ziert: Bezü­glich sozia­ler und öko­lo­gi­scher The­men posi­tio­niert sie sich der­zeit eher links der Mitte für Soli­da­rität und Umwelt­schutz, wäh­rend sie bei­spiels­weise in gesell­schafts­po­li­ti­schen und öko­no­mi­schen Fra­gen für christlich-konservative Werte und gegen wei­tere unge­hemmte Libe­ra­li­sie­run­gen ein­tritt.

Wer im heu­ti­gen Sinn auf poli­ti­scher Ebene «libe­rale» Posi­tio­nen ver­tritt, möchte in ers­ter Linie den Staat aus den als Pri­vat­sache betrach­te­ten Din­gen rau­shal­ten. Die EVP ist hier immer wie­der bes­trebt, sich dies­bezü­glich in der Mitte zu posi­tio­nie­ren: Weder zu viel Staat auf der einen noch zu viel Pri­vat auf der ande­ren Seite nüt­zen und schüt­zen nach­hal­tig Mensch und Umwelt, son­dern ein möglichst aus­ge­wo­genes und faires Verhält­nis.

SIMON GRE­BASCH, MÜH­LE­DORF